Anreise - wie spannend
Schon am Donnerstag Nachmittag bereitete ich mich und die Corvette optimal auf das bevorstehende Wochenende vor. Das Auto wurde noch einmal gewaschen und war damit wieder vorzeigbar.
Am Freitag den 8. August hieß es dann die Fahrt nach Südosten anzutreten. Jetzt mag man sich fragen, ob wir einfach zu dämlich sind und durch Unbelehrbarkeit grundsätzlich den gleichen Fehler machen, oder ob wir einfach zu gutgläubig sind und es jedes Mal wieder aufs Neue versuchen. Auch in diesem Jahr wählten wir die Autobahn. Insgesamt nur rund 180 Kilometer Strecke, davon im Prinzip alles wunderbar über Autobahn oder Bundesstraße zu fahren. Erst die A8, dann die B10 mit direktem Übergang in die B28 und schließlich die A7 bis zum Ziel in Dietmannsried.
Natürlich standen wir wieder im Stau. Hinter Aichelberg am Albaufstieg wollten wieder alle auf der linken Spur fahren und kamen am Ende nicht den Berg hoch. Bevor es überhaupt richtig aufwärts ging staute es sich bereits. Als dann die Steigung mit dem zweispurigen Abschnitt begann, war auf der rechten Spur nahezu alles frei doch links ging es nur extrem zäh voran.
Wie schon in den Jahren zuvor war es am Freitag richtig warm. Darüber waren wir im Grunde hocherfreut. In den Wochen zuvor hatte es richtig viel geregnet und es war für Sommer einfach zu frisch. Außerdem wurde wenige Tage vor der CCR vom Wetterbericht noch unglaublich viel Regen für Dietmannsried und Umgebung vorausgesagt, so dass wir Bedenken hatten, die Tage im strömenden Regen verbringen zu müssen. Zur Freude aller steigen die Temperaturen wieder an - zu sehr sogar, irgendwie ist man nie zufrieden - und es blieb trocken.
Verwirrte Navigation
Seit gut zwei Jahren nutzen wir zur Navigation und Routenplanung die App Scenic. Eigentlich eine Navigations-App für Motorradfahrer, doch warum sollte das nicht auch gut für Autos funktionieren, dachte ich damals nach dem Test zahlreicher Navigations-Apps. Scenic kristallisierte sich als Favorit heraus und wir sind damit äußerst zufrieden. Mit der Zeit gab es viele Verbesserungen und zwischendurch auch grundlegende Änderungen an der App. All das führte auch dazu, dass ich in das Betaprogramm kam und somit stets Zugriff auf die aktuellste Entwicklerversion habe und testen kann. Das sorgt immer mal für einige kuriose Verhaltensformen.
So kam es beispielsweise während der Navigation zum Hotel der diesjährigen Classic Corvette Rallye zu einer echt verwirrenden Fehlfunktion. Kurz vor dem Ziel hatte ich einen Zwischenstopp an einer Tankstelle gesetzt. Statt nun korrekt den Weg zu diesem Zwischenstopp zu zeigen entschied sich die Navigation einfach immer weiter zu fahren. Bis zu einem Punkt, irgendwo zirka zwanzig Kilometer entfernt von der Tankstelle, an dem wir hätten wenden sollen um im Anschluss wieder zurück zu fahren.
Ich wunderte mich, dass die Tankstelle offenbar so weit weg vom Hotel sein sollte, was einfach nicht mit meiner Erinnerung der an die Route übereinstimmte. Wir hielten als kurz an, schauten uns die Karte genauer an und stellten fest, dass wir bereits vor einer ganzen Weile an der Tankstelle vorbeigekommen sind, da diese jedoch abseits der Straße lag, auch nicht von uns gesehen wurde. Wir kehrten also kurzerhand um, wählten den direktesten Weg zur Tankstelle, stillten den Durst der Corvette und begaben uns schließlich zum Hotel. Das ganze war ein überschaubarer Umweg von etwa acht Kilometern, das Navigationsverhalten ließ uns dennoch ein wenig grübeln und gleichzeitig schmunzeln.
Am Hotel angekommen standen bereits eine ganze Reihe von Autos im Parkhaus. Wieder waren wir entzückt von diesem genialen Anblick. Es ist jedes Jahr das gleiche. Der Parkplatz mit Corvetten der Generationen C1 bis C3 ist ein fantastischer Anblick der stets neu begeistern kann.
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