Unser erster Zwischenstopp wurde nach der vollständigen Besichtigung des Schlosses mit einem Kaltgetränk - alkoholfreiem Bier der Marke "Bleifrei" - abgeschlossen, denn jetzt war der Kiosk geöffnet. Anschließend machten wir uns auf den deutlich weniger beschwerlichen Rückweg und traten die Weiterfahrt an. Schräg gegenüber des Parkhauses war eine Tankstelle die Moritz nutzte, um auch den Durst seines Autos zu stillen. Sven und ich warteten solange. Moritz war fertig, wir fuhren los bis vor zu einer Kreuzung, doch plötzlich kam Moritz zu mir vorgelaufen und teilte aufgebracht mit, dass sein Auto nicht mehr anspringt, die Batterie sei zu schwach.
Für Sven und mich bestand in dem Moment leider keine Möglichkeit mehr zu warten, da andere Autos den durch uns blockierten Weg durch die Tankstellenausfahrt passieren wollten. So mussten wir zunächst weiterfahren bis sich die Möglichkeit für einen Halt bot. Moritz hatte glücklicherweise eine Powerbank mit Startfunktion für das Auto dabei und anhand eines Standortes, den ich ihm zugeschickt hatte, konnte er schnell wieder zu uns finden.
Ab jetzt ging es wieder zu dritt weiter. Es schien alles wunderbar. Bis zu dem Moment, als wir uns dem Rhein näherten und die geplante Überquerung auf der Gambsheimer Brücke als gesperrt ausgewiesen wurde. Da unsere Routen komplett von mir per Hand erstellt werden und damit die Navigation, wie zum Beispiel durch Google Maps oder anderer Navigationssysteme möglich, die Sperrungen automatisch umfahren, nicht möglich ist, war das natürlich ärgerlich und hätte nur vermieden werden können, wenn ich jeden Routenkilometer am Morgen vor der Abfahrt noch einmal genau geprüft und eventuell angepasst hätte. Das tat ich für unsere kurze Wochenendtour nicht, also Pech gehabt.
Nun gibt es über den Rhein nicht alle paar Kilometer eine Brücke. Vielmehr bieten neben Brücken auch Fähren die Überfahrt an, doch das wollten wir alle nicht. Ich traf die Entscheidung, am Achernsee die Autobahn A5 südwärts Richtung Straßburg zu nehmen. Bei den Temperaturen, die am Samstag vorherrschten, war der Fahrtwind ganz angenehm, und im Nachhinein gesehen eine wunderbare Abkühlung, bevor wir die Abfahrt nach Kehl und Straßburg nahmen.
Hier begann es ungemütlich zu werden. Endlos lange Ampelphasen, stetig steigende Temperaturen und viel Verkehr. Das Thermometer in Svens Auto zeigte einen Höchstwert von 52 Grad Celsius. Das war absolut glaubhaft, denn wir alle schwitzten was das Zeug hielt und auch Mila und ich wurden in der Corvette von der Sonne wunderbar gebräunt, geröstet und gut durchgebraten.
So ging es also durch Straßburg um nach einem Umweg von rund fünfunddreißig Kilometern endlich wieder auf unsere ursprünglich geplante Route zu stoßen. Ab hier waren die Straßen wieder wunderbar ländlich. Wir durchfuhren umwerfend schöne Dörfer im Elsass und gelangten schließlich in die Vogesen. Die französische Sprache ist nicht so ganz mein Fall doch ich muss zugeben, die Landschaft und die Orte haben mich und auch den Rest unserer Gruppe schwer begeistert.
Burg Fleckenstein
Das nächste Etappenziel war die Burg Fleckenstein. Der gerade angesprochene Umweg über Straßburg hatte jedoch den restlichen Ablauf für Samstag durcheinandergebracht. So kamen wir um kurz vor fünf auf dem Parkplatz an, liefen hoch zum Einlass und wurden mit den Worten begrüßt: "Viel Zeit habt ihr nicht mehr. Der Besuch dauert etwa eine Stunde und um 18 Uhr schließen wir."
Das sollte für uns kein Hindernis darstellen, also Eintrittskarten gekauft und zügig den kurzen Fußweg bis zur Burgruine zurückgelegt.
Kommentare1
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1 year 7 monthsHigh Alex,eine schöne und…
High Alex,
eine schöne und interessante Reisebeschreibung. Hat richtig Spaß gemacht zu lesen.
Weiter so Ihr Cabriolisten.
Holli und Petra