Am idyllisch im Tal gelegenen Ort Ponte di Legno fuhren wir vorbei und hinauf zum Gaviapass. Alex hatte mich bei der Vorbereitung gefragt, ob ich einverstanden bin, diesen Pass nochmal zu befahren, da ich bei der letzten Fahrt mit der Giulietta aufgrund der Enge der Straße und der fehlenden Leitplanken tausend Tode gestorben bin, geht es schließlich auch nur 2,6 Kilometer steil bergab. Ich habe ja gesagt, denn ich wollte kein Feigling sein, fand die Fahrt aber dieses Mal fast noch beängstigender und betete möglichst bald, heil oben anzukommen. Währenddessen hatte Alex Spaß hinter den Motorradfahrern herzuheizen. Kommt man dann oben auf 2652 Metern an, ist alles vergessen, denn die Aussicht ist einfach spektakulär! Die karge Schönheit der Landschaft, der Schnee und die bizarren Bergspitzen sind ein Fest für Augen und Sinne. Die Abfahrt ist weniger steil, die Straße breiter und sie führt durch Wälder an grünen Hügeln vorbei.
Nochmal kurz Livigno sehen und zollfreies Benzin tanken
Wir fuhren durch Bormio sowie anschließend den Foscagnio Pass hinauf und gelangten so über eine andere Strecke nach Livigno. Wieder einmal atemberaubende Aussichten über die Berge und Täler und gleichzeitig das Bedauern nur durchzufahren und nicht dort bleiben zu können. Nachdem wir getankt und Sven ein Bild zum neidisch machen geschickt hatten, fuhren wir am sehr leeren Stausee vorbei in den Munt la Schera, der Tunnel an dessen Ende man in der Schweiz landet.
Zuhause haben wir später noch entdeckt, dass es vor Livigno doch einen Campingplatz gibt, auf dem wir ganz sicher einige Tage verbringen müssen.
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