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Start in die Saison 2024 – durch den Schwarzwald und das Donautal

veröffentlicht am So., 05.05.2024
geschrieben von Birgit Weißgerber
Inhaltsverzeichnis
2024
27.
Apr.
2024
28.
Apr.
Vom 27. Apr. 2024 bis 28. Apr. 2024

Warum in die Ferne schweifen wenn das Gute liegt so nah!

Aufgrund von plötzlichem Wintereinbruch haben wir unsere Saisonauftakttour um eine Woche verschoben und genau die richtige Entscheidung getroffen. Von Samstag auf Sonntag starteten wir in Begleitung von Moritz. Wir begaben uns auf Erkundungstour in winterliche Höhen durch den Schwarzwald und durch das Hegau mit einem Stopp in Steißlingen auf den Spuren von Moritz' Kindheit.

Nachdem wir im Vorjahr Ende März entlang des Rheins und der Mosel unterwegs waren und dabei im Schnee gelandet sind, sowie wegen Vorsaison Probleme mit dem Essen hatten, wurde diese Reise nun etwas später angesetzt. Schließlich lernt man ja aus seinen Pleiten Pech und Pannen.

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Blick von der Eyachbrücke
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Blick von der Eyachbrücke

Bei bilderbuchreifem Wetter sind wir über Bad Liebenzell immer tiefer in den Schwarzwald vorgedrungen. Moritz ist vorausgefahren um bei Höfen an der Enz dann leider aufgrund technischer Probeme mit dem Navi den falschen Weg zu nehmen. Wir bemühten uns ihn zu kontaktieren, doch sein Handy wollte keine Anrufe annehmen und unsere Hupe war zu leise. So wir haben wir einige Kilometer zurückgelegt, bis wir in einem kleinen Dorf anhalten und umdrehen konnten. 

An der Eyachbrücke haben wir einen kurzen Stopp gemacht, um die schöne Landschaft zu fotografieren.

Spätwinterlicher Schwarzwald

Dann ging es über Freudenstadt hinauf zum Kniebis, dem bekannten Wintersportort. Dort in 971 m Höhe, lag dann tatsächlich noch Schnee! Fahrtechnisch allerdings unproblematisch, denn die Straßen waren eisfrei. In diesem Winterwunderland rutschten wir bei 15 Grad mit einer kleinen Wanderung durch den Wald und genossen den spektakulärem Blick auf den Elbachsee.

Über Holzau und Bad Ripoldsau, wo wir phantastische Aussichten auf schneebedeckte Hügel und Wiesen genießen konnten, ging es über Schömberg nach Schiltach. Durch die Empfehlung eines Bekannten hat es Alex es auf unsere Reiseroute gesetzt und das war gut so!

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Schwarzwälder Kirschtorte mit Kaffee
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Schwarzwälder Kirschtorte mit Kaffee

Nur echt mit Schwarzwälder Kirschtorte

Dieser Ort hat ca. 4000 Einwohner und liegt an den Flüssen Schiltach und Kinzig. Die Straße durchs Kinzigtal war schon in römischer Zeit eine wichtige Verbindung zwischen Rottweil und Straßburg. Im 11. Jahrhundert entstand eine Pfarrei und 1275 wurde Schiltach zum ersten Mal als Stadt erwähnt. Sie war mit Mauern befestigt und hatte die Burg Schiltach zu ihrer Verteidigung. Die Beherbergung von Reisenden und Schutz der Straße durchs Kinzigtal waren ihre Aufgaben. Die schönen Fachwerkhäuser und die kleinen Gässchen haben uns gleich gefallen. Am Marktplatz in dieser mittelalterlichen Kulisse, haben wir Kaffee getrunken und Alex hat passend zur Umgebung eine Schwarzwälder Kirschtorte gegessen.

Museum mit interessanten Details zu unserem Namen

Im Schüttesäge- Museum gibt es sehr interessante Informationen über die verschiedenen Industriezweige der Stadt bis ins 19.Jahrhundert. Vor allem die harte Arbeit und die Gefahren der Flößerei haben uns beeindruckt. Das Holz aus Schiltach und Umgebung wurde lange Zeit als Bauholz nach Straßburg verkauft und auf dem Wasserweg geliefert. 
Die Weißgerberei war ebenfalls ein wesentlicher Erwerbszweig, der uns dann namentlich sehr neugierig gemacht hat!  Die alten Werkzeuge sind dort ausgestellt, unterschiedlich gegerbte Felle aufgehängt und ein Film veranschaulicht wie heute die moderne Gerberei arbeitet. Es gibt noch eine Firma in der Stadt, die sich dieser alten Handwerkskunst widmet.

Weiter ging nun unsere Fahrt über Hausach und Furtwangen zum kleinen Ort Oberrauchen in Brigachtal zwischen Villingen-Schwenningen und Donaueschingen, wo wir im Gasthof Hirschen ein ganz wunderbares Abendessen genossen haben. 
Ein paar Kilometer weiter in Hubertshofen lag unser Tagesziel die Pension Baarblick, wo wir sehr herzlich aufgenommen wurden. Die hübschen, gemütlichen Zimmer, das phantastische Frühstück und die Freundlichkeit der Familie Albert, haben den Aufenthalt dort zu einem Highlight gemacht.

Kindheitserinnerungen, Kunst, Autos und fantastische Landschaften

Am nächsten Morgen starteten wir in Richtung Singen. Außerhalb von Blumberg hatten wir trotz Wolken einen gigantischen Weitblick mit Sicht auf die Alpen, sodass ein kurzer Stopp zum Fotografieren unumgänglich war! Der weitere Weg führte durch idyllische Täler, schmale Sträßchen und hübschen Dörfern nach Singen.

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MAC Museum Art & Cars Hauptgebäude
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MAC Museum Art & Cars Hauptgebäude

MAC Museum Art & Cars

Unterhalb der mächtigen Festung Hohentwiel parkten wir, nur wenige Gehminuten vom MAC Museum Art & Cars. Dort sind Architektur, Kunst und Autos in zwei Gebäuden sehr gut aufeinander abgestimmt und in Szene gesetzt. Im obersten Stock gibt es Räume für Veranstaltungen mit einem wahnsinnigen Rundumpanorama von den Alpen bis zum Hohentwiel. Zurück am Parkplatz fiel mir auf, dass wir genau gegenüber dem Krankenhaus geparkt hatten, wo ich 2000 für ein halbes Jahr gearbeitet habe, nach einem kurzen Imbiss ging es weiter.

Erinnerungen an die Kindheit

Moritz hatte bei der Planung dieser Reise den Vorschlag gemacht, einen Zwischenstopp in Steißlingen einzulegen, wo er bis zur Grundschulzeit mit seinen Eltern wohnte. Wir parkten beim wunderschönen Steißlinger See, nur wenige Meter vom ehemaligen Haus seiner Eltern entfernt. Beide waren Designer von Beruf und entwarfen das Haus um Arbeiten mit Wohnen zu kombinieren. Das Design ist zeitlos und wirkt nach über 30 Jahren immer noch modern. Der Wohnbereich ist oben, über eine Steinwendeltreppe zu erreichen, die Werkstatt unten mit den großen Fenstern und darüber am Gebäude selbst war über die Jahre wohl wenig verändert worden, das Umfeld bestand allerdings aus vielen neuen Häusern.

Bei einem Spaziergang am See und im Ort erkannte Moritz einige Stationen seiner Kindheit wieder. Von der Remigiuskirche aus, die neben dem heute noch bewohnten Schloss liegt, hatten wir nochmal einen phantastischen Weitblick auf die schneebedeckten Gipfel der Alpen. Wir haben ein kurzes Ratespiel veranstaltet, wie weit die Alpen wohl entfernt sind und ich habe mit 160 km Luftlinie gewonnen.

Zur Donau und noch weiter

Weiter führte nun die Route über Neuhausen ob Eck nach Friedingen an der Donau, wo wir über tolle Serpentinen hinauf zum Berghaus Knopfmacher, gegenüber des Knopfmacherfelsens gefahren sind. Es war nun kühler und der Himmel trübte sich ein. Wir legten einen Stopp ein, tranken etwas und genossen den wunderschönen Blick über das Donautal.

Von hier führte uns der Weg wieder zurück in den Schwarzwald und bis daheim nach Gerlingen. Die Saisoneröffnung 2024 fiel damit kürzer aus als im Jahr zuvor, doch es war nicht weniger abwechslungsreich und bot wieder einen tollen Beginn für das neue Oldtimerjahr.

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