Auch der weitere Weg bis Trier war spannend, wir fuhren durch die Weinberge und hatten immer wieder einen tollen Blick auf das umliegende Land.
In Trier angekommen hieß es einchecken, auspacken und runter in die Stadt. Denn aus genau dem Grund, weil Trier so viel bietet, wollten wir heute nicht ganz so viel fahren, sondern mehr Kultur genießen. Von unserem Hotel, dem Vintage Hotel Petrisberg, hat man bereits einen grandiosen Blick über Trier, kann die Anhöhe über der Mosel auf der anderen Seite sehen und zu Fuß runter in die Stadt laufen.
Wir gingen also ins Stadtzentrum, schlenderten durch die Gassen, besuchten den Dom, staunten über die Porta Nigra, warfen von außen, weil aus bautechnischen Gründen abgesperrt, einen Blick auf die Ruinen der Kaiserthermen und entspannten bei Sonnenschein im Park am Palastgarten. Wir hätten noch viel mehr anschauen können und wollen definitiv noch einmal nach Trier, denn ein Nachmittag ist für diese Stadt einfach zu kurz.
Eine wirklich kuriose Anekdote in Trier, die uns definitiv in Erinnerung bleiben wird, ist unsere Suche nach dem Eingang zur St. Gangolf Kirche. Wir wollten unbedingt auch diese Kirche anschauen und begaben uns anhand von Google Maps auf den Weg dorthin. Einen Eingang fanden wir nicht. Die Kirche befindet sich ein wenig in einem Hinterhof, also umrundeten wir das Gebiet mehrfach, liefen die Gangolfstraße hinein, doch fanden einfach nicht den Eingang zur Kirche. Irgendwann auf dem Hauptmarkt zurück, stellten wir voller Erstaunen fest, dass ein großes, schmiedeeisernes Tor in einer Häuserfront als Eingang diente. Das Tor war so unscheinbar, weil es verschlossen war und die Kirche zum Zeitpunkt unseres Besuches nicht geöffnet hatte.
Wie auch die Tage zuvor überkam uns der Hunger, die viele Lauferei und die zahlreichen Eindrücke strengten an. Also hieß es ein Lokal zu finden, was regionale Küche anbietet und vor allem auch geöffnet ist. Wir wurden fündig und speisten sehr gut in der Weinstube Kesselstatt. Weil der Abend noch jung war zogen wir anschließend ein wenig weiter um die Ecken und fanden das Craftprotz, eine Bierbar mit einer fantastischen Auswahl verschiedenster Craftbeer Sorten.
Da es ziemlich spät wurde und wir nicht mehr so begierig auf den längeren Fußmarsch zum Hotel waren, wurde ein Taxi bestellt und wir begaben uns zurück in die Unterkunft. Ein erlebnisreicher, spannender und genüsslicher Tag ging zu Ende.
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