Ein nasser und hektischer Freitag
Geplant war diese Tour natürlich mit dem Oldtimer. Entgegen des Wunsches, bei Sonnenschein oder wenigstens halbwegs brauchbarem Wetter fahren zu können, deutete sich indes schon über viele Tage im Voraus an, dass auch unser Wochenende verregnet werden sollte. Wie gesagt, ein wenig Nässe stört niemanden, auch nicht die alten Autos, doch das was hier angekündigt wurde und letztlich auch für Freitag und Samstag zutraf, war alles andere als "etwas nass".
Kurzerhand entschlossen wir uns am Donnerstag Abend, mit dem Alltagsfahrzeug von Sven die Tour zu machen. Ja, das ist nicht wirklich ein Saisonabschluss mit unseren geliebten Klassikern und doch wollten wir uns das gemeinsame Wochenende nicht vom Wetter verderben lassen. Also sind Sven, Birgit, Mila und ich gemeinsam mit dem ŠKODA Kodiaq von Sven losgefahren.
Am Platz hat es keineswegs gemangelt. Der SUV ist so geräumig, dass auch vier Personen gemütlich darin sitzen können und auch das Gepäck für ein Wochenende absolut problemlos untergebracht werden kann.
Erschwerend zum Wetter kam hinzu, dass Mila am Freitag bis um 15:30 Uhr Schule hatte. Wir konnten daher nicht wie geplant bereits um 14 Uhr losfahren und hätten alle Zeit der Welt. Kurz vor vier war das Auto gepackt und es regnete. Im Prinzip ist das auch noch kein echtes Problem, wäre da nicht die Reservierung im Restaurant um 19:45 Uhr. Später war nicht möglich, denn die Küche sollte nur bis 20 Uhr Bestellungen annehmen.
Also hieß es bei teils richtig starkem Regen, unbekannter Strecke - diese führte wunderschön über die Landstraße - und zunehmender Dunkelheit mit Zeitdruck im Nacken bis nach Sulzberg, kurz hinter der Österreichischen Grenze zu fahren. Einerseits nahmen wir es gelassen und waren einstimmig der Meinung, dass es die richtige Entscheidung war, das moderne Auto zu nehmen, andererseits wollten wir pünktlich ankommen und Sven war dadurch unschön unter Druck.
So hässlich wie die meiste Zeit der Fahrt auch war, desto später es wurde, um so mehr nahm der Regen ab und es zeigte sich ein traumhaft schöner Sonnenuntergang. Gerade im Herbst hat das Abendlich der Sonne so wundervolle Farben, dass wir nach all dem Regen ganz schnell wieder voll positiver Stimmung waren und uns vom Naturschauspiel verzaubern ließen. Die obigen Bilder zeigen das Schauspiel und verzerren damit natürlich das gesamte Bild von der Fahrt. Doch wie schön hat es die Natur eingerichtet, dass sich der Mensch an die positiven Erlebnisse besser erinnert als an die weniger schönen.
Trotz der ganzen Schwierigkeiten wie spätem Loskommen, Regen wie aus Eimern und Landstraße mit herausfordernder Streckenführung lief alles glatt. Keine Komplikationen, kein Unfall. Wir kamen im Grunde punkt 19:45 Uhr in Sulzberg an. Schon auf den letzten Kilometern hatten wir ständig die Uhrzeit im Auge und entschieden, dass die beiden Frauen kurz vor dem Lokal abgesetzt werden und bereits das Essen bestellen, welches wir anhand der Onlinekarte des Restaurants vorab gewählt hatten und wir Männer zunächst in unserer Unterkunft Pension Bilgeri einchecken und dann nachkommen.
Zu unserer Überraschung entsprach die Karte im Lokal nicht der Onlinevariante und gleichzeitig hatten wir Glück, dass die Aufgabe der Bestellung kurz vor 20 Uhr kein Problem darstellte. Wir konnten also in Ruhe den Abend ausklingen lassen, haben wirklich gut im Gasthof Ochsen gegessen und waren froh, angekommen zu sein.
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