Direkt zum Inhalt

Erster Zeltausflug in den Odenwald

veröffentlicht am So., 26.10.2025
geschrieben von Birgit Weißgerber
Inhaltsverzeichnis
2025
20.
Sep.
2025
21.
Sep.
Vom 20. Sep. 2025 bis 21. Sep. 2025

Mit all unseren Plänen für 2027 steht auch das Thema Zelten ganz oben auf der Liste der Dinge, mit denen wir uns ausgiebig beschäftigen wollen. Über die letzten Wochen haben wir viele Vorbereitungen getroffen, um eine halbwegs vollständige Zeltausrüstung zusammenzustellen.

Als Nächstes stand nun also der erste Zeltausflug an, der uns in den Odenwald, genauer gesagt ins schöne Lindenfels führen sollten.

Aus den unterschiedlichen Zielen für einen Kurztripp, die Alex und ich notiert haben, fiel die Wahl auf den Odenwald. Hier waren wir bereits 2x und es uns sehr gut gefallen. Bei unserer diesjährigen Saisoneröffnungstour mit Moritz im Frühjahr sind wir an dem Ort Lindenfels mit seiner malerischen Burg vorbeigefahren und dies hatte auf uns beide einen bleibenden Eindruck gemacht.

Warum also nicht direkt hier das erste Mal Zelten? Jetzt noch ein Wochenende mit halbwegs gutem Wetter und es könnte losgehen. Schließlich wollten wir die ersten Schritte nicht direkt bei Regen machen.

Ein warmer Samstag im September

Also die Ausrüstung in die Corvette gepackt und los ging es am Samstag den 20. September. Gegen 10.00 Uhr brachen wir total aufgeregt zu unserem ersten gemeinsamen Zeltabenteuer auf. Ich habe sogar noch in Gerlingen im Auto ein Selfie von uns gemacht, das ist auch noch nie da gewesen! 

Der Weg führte durch den Enzkreis ins Heilbronner Land, wo wir in Neckarbischofsheim einen kurzen Zwischenstopp eingelegt haben.

Auf nach Lindenfels im Odenwald

Kurz vor 13.00 Uhr wurde im südlichen Odenwald bei Oberzehnt noch eine Vesperpause mit Landjäger und Ei gemacht und das schöne Wetter so richtig genossen. Anderthalb Stunden später erreichten wir Lindenfels und haben den Bürgerturm erklommen, im Stadtcafé etwas getrunken, das Drachenmuseum besucht und die Burgruine Lindenfels besichtigt. Zur Belohnung gab es einen wunderschönen Weitblick über das Land.

Unterhalb der Burg im Dorf Schlierbach lag unser Campingplatz, der terrassenförmig angelegt und sehr ruhig gelegen ist. Von der Burg war er nicht zu sehen, doch auf der Karte hatten wir uns entsprechend orientiert. Nachdem wir das Gefühl hatten, in Lindenfels alles gesehen zu haben, was uns interessierte, traten wir die letzten Kilometer zum Zeltplatz an.

Bild
Corvette mit Zelt
Caption
Auto vor der "Tür"

Der erste "echte" Aufbau vom Zelt

Da wir die einzigen mit Zelt waren, konnten wir mit der Corvette direkt auf die oberste Terrasse fahren und  neben dem Auto das Zelt aufbauen. Das hat dann auch sehr gut geklappt und wir konnten sogar noch eine Weile vor dem Zelt in der Sonne sitzen und die Ruhe genießen. Später wurden die sehr sauberen Waschräume inspiziert und im Gasthaus Zum römischen Kaiser in Schlierbach eingekehrt. 

Das Essen und die Bewirtung waren vorzüglich. Nach einer nun recht notwendigen Dusche – der Tag war sehr warm, die Corvette noch wärmer – sind wir ins Zelt gekrochen und haben beide ganz ordentlich geschlafen. Einmal am frühen Morgen musste ich dann doch PiPi machen was dann ohne Unfall (über Zeltleine fallen, Hose nass machen...) funktioniert hat. Eigentlich hatte ich ja mit der Stirnlampe gerechnet, nur konnten wir sie im Auto am Vortag nicht finden. Da es aber schon hell war habe ich auf sie verzichten können. Zur Sicherheit hatte ich aber auch noch unsere Taschenlampe in der Nacht griffbereit.

Wichtig beim Zelten

Jeder, der noch nie gezeltet hat, sollte vor einer längeren Reise unbedingt durch kleinere Ausflüge Erfahrung sammeln. Einerseits hilft das dabei, Routine im Aufbau des Zelts zu erlangen und andererseits ermöglicht es herauszufinden, welches Zubehör womöglich noch fehlt.

Hier ein paar grundsätzliche Dinge, die bei einer Reise mit Zelt nicht fehlen sollten:

  • selbstverständlich das Zelt
  • zur Schonung des Zeltbodens ein Groundsheet
  • zusätzliche Heringe
  • evtl. zusätzliche Abspannseile
  • Luftmatratze/Isomatte
  • Reisekopfkissen
  • Pumpsack, mechanische Pumpe oder Akkupumpe
  • Schlafsack
  • Wasch- und Zahnputzzeug

Mit dieser Liste lässt es sich problemlos eine und sogar auch mehrere Nächte im Zelt aushalten. Umso länger die Reise wird, desto mehr Ausstattung ist natürlich notwendig. Die obige Liste ist somit lediglich als Grundausrüstung zu sehen, damit eine Übernachtung im Zelt nicht zu viele Überraschungen parat hält.

Abwechslungsreicher Sonntag

Nach dem Aufstehen wurde alles abgebaut, immer mit schrägem Blick zum Himmel, der sehr grau und wolkenverhangen war, aber es hat zum Glück nicht geregnet! Nachdem wir am Vortag im Café schon nicht mit Karte bezahlen konnten und Alex durch Lindenfels gehen mußte zur nächsten Bank, ist uns gleiches Schicksal beim Campingplatz beschieden gewesen. Das Bargeld hat gerade so noch gereicht, nur auf einen (sehr teuren) Espresso mussten wir dann verzichten. Von England verwöhnt, wo man sogar die Spende in der Kirche mit Karte bezahlen konnte, kann man sich da nur fragen: "Whats wrong with this Country!"

Tolle Aussicht vom Trommturm

Weiter ging es durch kleine Dörfer, grüne Täler und schöne Weiden nach Tromm. Dort im Restaurant Zur schönen Aussicht haben wir, obwohl es noch 45 Minuten bis zur offiziellen Öffnung waren, den ach so heißersehnten Kaffee bekommen. So gestärkt sind wir zum Trommturm gewandert einem architektonischen Glanzstück 33 Meter hoch mit 193 Stufen. Von oben konnte man bis zu den Bergen vom Pfälzer Wald blicken, was uns an die Reise nach Bad Dürrheim zur Mandelblüte im Frühjahr sowie die Fahrt in die Vogesen und das Dahner Felsenland im Juli letztes Jahr erinnerte.

Abstecher zum Schloss Hirschhorn

Wir machten auf dem Rückweg zum Auto eine kurze Vesperpause und setzten unsere Fahrt fort, an Wald-Michelbach vorbei nach Hirschhorn am Neckar. Hier ragt eine Burg so trutzig über der Stadt, dass wir kurzentschlossen auf den Berg fuhren und die Anlage besichtigten. Es ist eine Ruine mit Hotel, das allerdings wegen Renovierung nicht geöffnet hatte. Doch der Blick über den Ort, das Wehr und die Neckarschleife waren grandios.

Den nächsten Burgturm in Waibstadt haben wir ignoriert, schließlich kann man ja nicht alles anschauen, und fuhren durch Sinsheim und über Land wieder zurück in heimische Gefilde. Auf den letzten Kilometern begann es noch leicht zu regnen, aber das ließ uns völlig kalt, da wir an diesem Wochenende bestes sommerliches Wetter hatten und unsere erste Zeltausfahrt so erfolgreich war.

Wir hatten Spaß und mit etwas Übung werden wir noch richtig routinierte Zelter!

Kommentare

Anmelden oder Registrieren zum Kommentieren.